Hypnose in Kempten (Allgäu)
Wach, ansprechbar, jederzeit entscheidungsfähig – und trotzdem näher an dem, was in dir arbeitet.
Hypnose ist ein Zustand konzentrierter, nach innen gerichteter Aufmerksamkeit. Du bleibst wach, hörst mit und entscheidest jederzeit selbst. Den Begriff prägte der schottische Chirurg James Braid, der 1843 in Manchester „Neurypnology" veröffentlichte; der amerikanische Psychiater Milton H. Erickson (1901–1980) entwickelte die moderne Form daraus. In Kempten (Allgäu) setze ich Hypnose nicht medizinisch ein, sondern als Coaching-Werkzeug: um innere Bilder, Muster und Anliegen zugänglich zu machen.
Wann das passt
Du weißt genau, was du tun willst – und tust es trotzdem nicht. Der Vorsatz ist klar, die Argumente liegen auf dem Tisch, und irgendetwas in dir bleibt sitzen. Das ist die Situation, in der Hypnose am meisten Sinn ergibt. Nicht weil sie dir etwas einredet, sondern weil sie den Zugang zu der Ebene öffnet, auf der Entscheidungen tatsächlich fallen.
Zu mir kommen Menschen, die vor einer Veränderung stehen und spüren, dass Nachdenken sie nicht weiterbringt. Die einen Wechsel vorbereiten – beruflich, räumlich, in einer Beziehung – und merken, dass eine alte Reaktion immer wieder dazwischengeht. Die vor Situationen stehen, die ihnen unangenehm sind, obwohl sie objektiv harmlos wirken: ein Gespräch, eine Bühne, eine Prüfung, ein Telefonat, das seit Wochen liegen bleibt.
Andere kommen, weil sie zur Ruhe kommen wollen und es allein nicht schaffen. Der Kopf läuft weiter, auch abends, auch im Urlaub. Für sie ist die Arbeit mit Trance schlicht ein Weg, den eigenen Zustand wieder steuern zu können – und diese Fähigkeit dann selbst mitzunehmen.
Und es kommen Menschen, die viel verstanden haben. Über sich, über ihre Herkunft, über ihre Muster. Sie können ihre Geschichte erzählen, sauber sortiert. Verändert hat sich davon wenig. Wenn du dich darin erkennst, ist Hypnose eine naheliegende Ergänzung: Sie arbeitet nicht auf der Ebene der Erklärung.
Wofür Hypnose bei mir nicht da ist: für die Arbeit an Erkrankungen. Ich bin Coach, kein Arzt, Heilpraktiker oder Psychotherapeut. Wenn du wegen einer Diagnose kommst oder gerade in Behandlung bist, sage ich dir das offen und wir klären zuerst, ob und wie eine Zusammenarbeit überhaupt sinnvoll ist.
So arbeite ich damit
Eine Sitzung besteht bei mir aus fünf Teilen. Der auffälligste – die Trance selbst – ist nicht der wichtigste.
1. Vorgespräch. Wir klären, was du erwartest und was tatsächlich passiert. Die meisten Menschen bringen Bilder aus dem Fernsehen mit. Die räumen wir zuerst aus dem Weg, weil eine falsche Erwartung die Arbeit mehr stört als jede Ablenkung von außen. Dazu gehören auch ein paar sachliche Fragen: ob du in ärztlicher oder psychotherapeutischer Behandlung bist, ob du Medikamente nimmst, ob es etwas gibt, das ich wissen sollte. Wenn du eine akute Erkrankung hast, in Behandlung bist oder ein Implantat trägst, sprich mich vorher an.
2. Ziel. Ein Satz, in deinen Worten, positiv formuliert. Nicht „ich will nicht mehr so nervös sein", sondern das, was stattdessen da sein soll. Diese Formulierung ist mehr Arbeit, als sie klingt – und sie entscheidet über die ganze Sitzung.
3. Einleitung. Ich führe dich mit Sprache in den Zustand hinein. Es gibt verschiedene Wege dorthin; welchen ich wähle, hängt davon ab, worum es geht und wie du reagierst. Manche Menschen sinken sofort tief, andere bleiben klar und aufmerksam. Beides ist in Ordnung, und beides funktioniert.
4. Die eigentliche Arbeit. Hier geht es um dein Anliegen: um innere Bilder, um Situationen, die du durchgehst, um Formulierungen, die wir vorher gemeinsam festgelegt haben. Du bekommst mit, was passiert. Du kannst jederzeit sprechen, dich bewegen, abbrechen.
5. Ausleitung und Nachgespräch. Ich führe dich sauber wieder heraus und lasse dir Zeit, richtig anzukommen. Danach besprechen wir, was du wahrgenommen hast. Was sich verändert, zeigt sich erfahrungsgemäß nicht sofort, sondern in den Tagen danach – deshalb reden wir auch darüber, worauf du in dieser Zeit achten kannst.
Was der Zustand Hypnose ist – und was nicht
Der Punkt, an dem die meisten Missverständnisse hängen: Hypnose ist kein Schlaf und keine Bewusstlosigkeit. Du bist nicht willenlos, du bist nicht ausgeliefert, und du kannst dich hinterher erinnern. Was aus Fernsehshows bekannt ist, ist ein Sonderzustand, den ohnehin nur ein kleiner Teil der Menschen erreicht – und der für die Arbeit, um die es hier geht, nicht gebraucht wird.
Es gibt auch nicht die eine Trance. Es gibt verschiedene Zustände: körperliche Entspannung, wache Konzentration, intensives inneres Erleben. Sie fühlen sich unterschiedlich an, und die Tiefe sagt wenig darüber aus, ob eine Sitzung etwas bewegt. Viele Menschen sind nach ihrer ersten Sitzung überzeugt, „es habe nicht funktioniert", weil sie etwas Spektakuläres erwartet hatten. Das ist der häufigste Irrtum, den ich erlebe.
Umgekehrt heißt das: Wenn du skeptisch bist, ist das kein Hindernis. Was hinderlich ist, ist der Versuch, während der Sitzung zu testen, ob du dich noch wehren kannst. Wer das tut, beschäftigt sich mit sich selbst statt mit seinem Anliegen.
Warum ich mit Hypnose kein Abnehm- oder Raucherprogramm anbiete
In vielen Hypnose-Praxen sind das die beiden Zugpferde. Bei mir findest du sie nicht. Zwei Gründe.
Der erste ist rechtlich: Sobald eine Abhängigkeit im Spiel ist, bewegt man sich als Coach ohne Heilerlaubnis auf einem Feld, das dem Heilpraktikergesetz unterliegt. Ich halte diese Grenze ein, statt sie mit einer geschickten Bezeichnung zu umgehen.
Der zweite ist inhaltlich: Diese Angebote werden meist als Paket verkauft – zwei Sitzungen, festes Skript, Erfolgsquote im Werbetext. So arbeite ich nicht. Ich arbeite an dem, was du mitbringst, in dem Tempo, das sich ergibt.
Was sich verändern kann
Menschen berichten mir nach einer Hypnose-Sitzung häufig von zwei Dingen. Erstens: Eine Situation, die vorher eng war, fühlt sich weiter an. Der Reflex ist noch da, aber er hat weniger Gewicht. Zweitens: Sie kommen leichter zur Ruhe – und einige nehmen die Fähigkeit mit, sich selbst in diesen Zustand zu bringen. Das ist für mich der wertvollere Teil, weil er dich unabhängiger von mir macht.
Was ich dir nicht verspreche
Ich verspreche dir keine Wirkung. Hypnose ist gut untersucht, und die Ergebnisse sind uneinheitlich: Für einige medizinische Anwendungen gibt es belastbare Daten, für andere Einsatzgebiete – die Raucherentwöhnung ist das bekannteste Beispiel – kommen systematische Übersichtsarbeiten zu dem Schluss, dass ein Vorteil gegenüber anderen Ansätzen nicht klar belegt ist. Was in einem Coaching passiert, ist ohnehin nicht mit einer Studie zu vergleichen.
Ich verspreche dir auch keine Anzahl von Sitzungen und keinen Zeitpunkt. Manche Menschen merken nach einer Sitzung etwas, andere nach der dritten, manche gar nichts. Wenn ich den Eindruck habe, dass es nicht trägt, sage ich dir das – und ich sage dir auch, wenn ich glaube, dass du an einer anderen Stelle besser aufgehoben bist.
Und ich verspreche dir nicht, dass Hypnose bei dir funktioniert. Menschen unterscheiden sich darin erheblich, wie leicht sie in Trance gehen. Das ist keine Charakterfrage und kein Versagen. Es ist einfach so.
Meine Erfahrung damit
Ich bin über die Arbeit mit Emotionen zur Hypnose gekommen, nicht über die Faszination am Zustand. In der systemischen Arbeit und im wingwave®-Coaching erlebe ich täglich, wie viel sich verändert, wenn man aufhört, ein Thema zu erklären. Hypnose ist für mich ein weiterer Zugang dorthin – ruhiger, sprachgeführt, und für manche Menschen leichter zugänglich als eine Aufstellung.
Meine Grundausbildung Hypnose habe ich am TherMedius®-Institut absolviert (Fachbereich Hypnose, Modul 1).
Was mich an der Methode überzeugt hat, war ausgerechnet die Nüchternheit der Ausbildung: der erste inhaltliche Block behandelte nicht Techniken, sondern Kontraindikationen und Ethik – also die Frage, wann man Hypnose besser nicht einsetzt. Das entsprach genau meiner Haltung.
Meine Qualifikationen findest du gesammelt unter Ausbildungen.
Was gut zusammenpasst
Häufige Fragen
Was ist Hypnose genau?
Hypnose ist ein Zustand konzentrierter, nach innen gerichteter Aufmerksamkeit, der durch Sprache herbeigeführt wird. Dein Bewusstsein arbeitet weiter, deine Aufmerksamkeit richtet sich nur anders aus – weg von der Umgebung, hin zu inneren Bildern, Empfindungen und Gedanken. Es gibt dabei nicht einen einzigen Zustand, sondern mehrere, die sich deutlich unterscheiden.
Wie läuft eine Sitzung bei dir ab?
Vorgespräch, Zielformulierung, Einleitung, die eigentliche Arbeit, Ausleitung und Nachgespräch. Das Vorgespräch nimmt mehr Raum ein, als die meisten erwarten – dort klären wir Erwartungen, gesundheitliche Voraussetzungen und dein Ziel. Nach der Ausleitung lasse ich dir Zeit, richtig wach zu werden, bevor du gehst.
Wie viele Termine brauche ich?
Das kann ich dir vorher nicht sagen, und ich binde dich an keine feste Zahl. Manche Anliegen bewegen sich nach einer Sitzung, andere brauchen mehrere. Erfahrungsgemäß gehen Menschen von Mal zu Mal leichter in Trance – wer beim ersten Termin wenig gespürt hat, erlebt beim zweiten oft deutlich mehr. Wir entscheiden nach jeder Sitzung neu.
Für wen ist Hypnose nicht geeignet?
Für dich, wenn du Angst davor hast oder überredet werden müsstest – dann arbeite ich nicht damit. Auch nicht, wenn du sie aus religiösen Gründen ablehnst. Bei akuten Erkrankungen, in laufender ärztlicher oder psychotherapeutischer Behandlung, bei Schwangerschaft oder bei Einnahme von Medikamenten sprich mich vorher an; ich arbeite in solchen Fällen nur in Abstimmung oder gar nicht. Und grundsätzlich nicht bei allem, was in ärztliche oder psychotherapeutische Hände gehört.
Kann mich Hypnose zu etwas bringen, das ich nicht will?
Nein. Du behältst deine Urteilsfähigkeit, du bekommst mit, was gesagt wird, und du kannst jederzeit sprechen oder aufstehen. Was du innerlich ablehnst, setzt sich nicht um – das erlebt jeder, der es ausprobiert. Genau deshalb funktioniert Hypnose auch nur mit deinem Einverständnis und nicht gegen dich.
Deine Sternstunde
90 Minuten, in denen wir eine erste Herausforderung bearbeiten. Davor führen wir ein kostenloses, unverbindliches Gespräch.
Dein Weg, dein Tempo, deine Entscheidung.
✦ Lass uns kennenlernenVerstehen allein verändert nichts. Ich gehe mit dir an den Ursprung – und in die Umsetzung.
