Reiki in Kempten (Allgäu)

Ruhige Arbeit mit aufgelegten Händen – bekleidet, ohne Druck, ohne Diagnose.

Reiki ist eine japanische Methode, bei der die Hände ruhig auf oder über bestimmten Körperstellen abgelegt werden. Der Name besteht aus zwei Schriftzeichen: Rei für das Universelle, Ki für Lebenskraft. Entwickelt hat das System Mikao Usui in Japan zu Beginn des 20. Jahrhunderts. In meiner Praxis in Kempten (Allgäu) nutze ich Reiki als den ruhigen Teil meiner Arbeit – dann, wenn Reden gerade nicht weiterführt.

Wann das passt

Die meisten Methoden, mit denen ich arbeite, verlangen etwas von dir: erzählen, hinschauen, entscheiden. Reiki verlangt nichts. Du liegst da, und mehr ist nicht zu tun. Genau deshalb passt es in bestimmten Momenten besser als alles andere.

  • Dein Kopf läuft seit Wochen und schaltet abends nicht ab.
  • Du hast das Gefühl, ständig angespannt zu sein, ohne sagen zu können, wogegen.
  • Du hast schon viel über dein Thema gesprochen – und merkst, dass noch mehr Reden nicht der nächste Schritt ist.
  • Nach einer intensiven Sitzung brauchst du etwas, das dich wieder herunterbringt.
  • Du willst einen ersten, ruhigen Zugang, bevor du dich auf tiefere Arbeit einlässt.

Reiki ist auch der Einstieg für Menschen, die mit Gesprächsformaten wenig anfangen können. Es verlangt keine Vorerfahrung, keine Übung und keine bestimmte Haltung.

Wann du mich vorher ansprechen solltest

Wenn du eine akute Erkrankung hast, in ärztlicher oder psychotherapeutischer Behandlung bist, ein medizinisches Implantat trägst oder schwanger bist, sag mir das im Vorgespräch. Dann klären wir gemeinsam, ob und in welcher Form wir arbeiten. Reiki ersetzt nichts davon und tritt nicht an die Stelle einer Behandlung.

So arbeite ich damit

Der Ablauf

1. Kurzes Vorgespräch

Zehn bis fünfzehn Minuten. Wir klären, wie es dir gerade geht und was du dir von der Sitzung erhoffst. Ich stelle keine Diagnose und frage dich nicht aus. Der Sinn des Vorgesprächs liegt vor allem darin, dass du selbst Klarheit über deine eigene Erwartung bekommst.

2. Ankommen

Du legst dich bekleidet auf die Liege. Nur Schuhe, Uhr und Schmuck kommen ab. Auf Wunsch bekommst du eine Decke – im entspannten Zustand friert man schneller. Die Augen kannst du schließen, musst du aber nicht.

3. Die Anwendung

Ich lege die Hände ruhig auf verschiedene Körperzonen, beginnend am Kopf und dann abwärts. Ohne Druck, ohne Massage, ohne Bewegung. Jede Position ein paar Minuten. Stellen, an denen du nicht berührt werden möchtest, sagst du mir vorher – dort halte ich die Hände dann mit Abstand darüber oder lasse sie ganz aus.

4. Nachruhe

Am Ende bleibst du noch ein paar Minuten liegen. Dieser Teil gehört dazu und wird oft unterschätzt.

5. Kurzes Abschlussgespräch

Wenn du erzählen möchtest, was du wahrgenommen hast, hören wir uns das an. Wenn du lieber schweigst, ist das genauso in Ordnung. Fahr nicht sofort los, falls du sehr tief drin warst – plan lieber ein paar Minuten ein.

Eine Sitzung dauert insgesamt 60 bis 90 Minuten, die Anwendung selbst etwa eine Stunde. Komm in bequemer Kleidung und iss nicht unmittelbar vorher schwer.

Woran ich mich halte

Reiki bewegt sich in einem Feld, in dem viel versprochen wird. Deshalb sind mir diese Punkte wichtig, und du darfst mich daran messen:

  • Ich stelle keine Diagnose und äußere mich nicht zu Krankheitsverläufen.
  • Ich verspreche keine Heilung und keine Linderung.
  • Ich rate niemandem, Medikamente abzusetzen oder eine Behandlung zu unterbrechen.
  • Ich binde dich nicht an eine feste Anzahl von Sitzungen.
  • Ich frage vorher um Erlaubnis – für die Sitzung und für jede Berührung.
  • Alles, was du erzählst, bleibt zwischen uns.

Diese Punkte stammen nicht aus meinem Marketing, sondern aus dem Verhaltenskodex, an dem sich seriöse Anbieter in diesem Feld orientieren.

Die fünf Lebensregeln

Zum Reiki gehört von Anfang an eine Haltung, nicht nur eine Technik. Usui hat sie in fünf Sätzen zusammengefasst, die jeweils mit „Gerade heute" beginnen: frei sein von Ärger, frei sein von Sorge, dankbar sein, ehrlich an sich arbeiten, freundlich zu allen Lebewesen sein.

Das klingt schlicht. Es ist aber genau die Art von Schlichtheit, die schwer durchzuhalten ist – und deshalb steht dort „gerade heute" und nicht „immer".

Die Traditionslinie

Reiki wird bis heute persönlich weitergegeben, in einer nachvollziehbaren Linie: Mikao Usui (1865–1926) gab das System an Chujiro Hayashi (1879–1940) weiter, dieser an Hawayo Takata (1900–1980), die es in den 1930er-Jahren nach Hawaii und damit in den Westen brachte. Nach ihr führte Phyllis Lei Furumoto die Linie des Usui Shiki Ryoho weiter. Wer Reiki anbietet, sollte sagen können, über wen er eingeweiht wurde.

Was sich verändern kann

Was Menschen während einer Sitzung wahrnehmen, ist sehr unterschiedlich:

  • Wärme unter den Händen, manchmal auch an ganz anderer Stelle.
  • Ein Kribbeln oder ein Gefühl von Schwere.
  • Der Atem wird tiefer, ohne dass du etwas dafür tust.
  • Manche schlafen ein. Das ist kein Problem, sondern meist ein gutes Zeichen.
  • Manchmal kommen Bilder, Erinnerungen oder Tränen. Auch das darf sein.

Was ich dir nicht verspreche

Manche Menschen spüren wenig bis nichts. Das ist normal und kein Versagen – weder deins noch meins. Reiki ist keine Heilbehandlung, ich stelle keine Diagnosen, und was du nach einer Sitzung mitnimmst, lässt sich vorher nicht ansagen. Was ich zusagen kann, ist eine Stunde, in der nichts von dir verlangt wird. Das ist für viele Menschen schon mehr, als sie sonst im Monat bekommen.

Meine Erfahrung damit

Reiki ist bei mir selten die Hauptsache und oft der Abschluss. Nach einer Aufstellung oder einer Sitzung, in der viel in Bewegung gekommen ist, brauchen die meisten Menschen keinen weiteren Gedanken mehr, sondern Ruhe. Ich habe lange gebraucht, um das zu akzeptieren – als früherer Unternehmer war ich darauf trainiert, dass am Ende ein Ergebnis steht. Bei Reiki steht am Ende manchmal nur, dass jemand eine Stunde lang nichts musste.

Was gut zusammenpasst

Reiki steht selten allein. Es ergänzt gut, was vorher oder nachher passiert.

Häufige Fragen

Was ist Reiki genau?

Eine japanische Methode, bei der die Hände ruhig auf oder über Körperzonen abgelegt werden – ohne Druck, ohne Massage. Der Name bedeutet sinngemäß universelle Lebensenergie. Entwickelt wurde das System zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Mikao Usui in Japan und über Chujiro Hayashi und Hawayo Takata in den Westen weitergegeben.

Muss ich an Reiki glauben, damit es wirkt?

Nein. Du musst weder an etwas glauben noch etwas Bestimmtes fühlen. Skepsis ist kein Hindernis – ich arbeite regelmäßig mit Menschen, die eher zufällig hier gelandet sind. Wenn du allerdings innerlich dagegen ankämpfst, wird die Stunde für dich anstrengend statt ruhig. Dann ist ein anderes Format sinnvoller.

Wie läuft eine Sitzung bei dir ab?

Kurzes Vorgespräch, dann liegst du bekleidet auf der Liege, ich lege die Hände auf verschiedene Zonen, danach ein paar Minuten Nachruhe und ein kurzes Abschlussgespräch. Insgesamt 60 bis 90 Minuten. Ausziehen musst du dich nicht – nur Schuhe, Uhr und Schmuck kommen ab.

Wie viele Termine brauche ich?

Das entscheidest du nach der ersten Sitzung, nicht vorher. Ich arbeite nicht mit Paketen und nicht mit einer festgelegten Zahl von Terminen. Manche kommen einmal, andere in größeren Abständen immer wieder.

Für wen ist Reiki nicht geeignet?

Wenn du dir davon die Behandlung einer Erkrankung erhoffst, bist du bei einer Ärztin oder einem Heilpraktiker richtig, nicht bei mir. Bei akuten Beschwerden, laufender medizinischer Behandlung, einem Implantat oder in der Schwangerschaft sprich mich bitte vorher an. Und wenn dir Berührung unangenehm ist, sag das – dann arbeiten wir mit Abstand oder wählen ein anderes Format.

Deine Sternstunde

90 Minuten, in denen wir eine erste Herausforderung bearbeiten. Davor führen wir ein kostenloses, unverbindliches Gespräch.

Dein Weg, dein Tempo, deine Entscheidung.

Lass uns kennenlernen

Verstehen allein verändert nichts. Ich gehe mit dir an den Ursprung – und in die Umsetzung.