wingwave®-Coaching in Kempten (Allgäu)

Wenn du dein Thema längst verstanden hast – und es dich trotzdem noch anspringt.

wingwave®-Coaching ist eine Kurzzeit-Methode, die mit geführten Augenbewegungen arbeitet – ähnlich den schnellen Augenbewegungen, die im Schlaf während der Traumphasen auftreten. Entwickelt wurde sie von Cora Besser-Siegmund und Harry Siegmund am Besser-Siegmund-Institut in Hamburg. Ich bin akkreditierter wingwave®-Coach und arbeite damit in meiner Praxis in Kempten (Allgäu), wenn ein Thema emotional stark aufgeladen ist.

Wann das passt

Es gibt einen Abstand zwischen dem, was du weißt, und dem, was du fühlst. Du weißt, dass die Präsentation gut vorbereitet ist. Du weißt, dass die Situation von damals vorbei ist. Du weißt, dass du das kannst. Und trotzdem zieht sich beim Gedanken daran etwas zusammen.

Genau in diesem Abstand arbeitet wingwave®. Nicht am Wissen – das ist längst da. Sondern an der emotionalen Ladung, die sich davon nicht beeindrucken lässt.

Häufige Anlässe

  • Lampenfieber vor einem Auftritt, einer Präsentation oder einer Prüfung.
  • Eine Situation, die Jahre zurückliegt und dich beim Gedanken daran immer noch innerlich anspringt.
  • Ein wiederkehrender Satz im Kopf, der dich ausbremst – „das schaffe ich nicht", „ich bin nicht gut genug".
  • Nervosität vor einem Wettkampf oder einem wichtigen Gespräch.
  • Anspannung, die körperlich spürbar ist, ohne dass du einen aktuellen Anlass benennen kannst.

Und in die andere Richtung: wingwave® arbeitet nicht nur an dem, was belastet. Genauso lässt sich verstärken, was dir guttut – ein Erlebnis, in dem du souverän warst, ein Zustand, den du gern öfter hättest. Das wird in der Darstellung der Methode oft übersehen und ist in der Praxis mindestens genauso wirksam.

Wo wingwave® aufhört

Die Methode unterscheidet klar zwischen Coaching und klinischer Arbeit, und diese Grenze halte ich ein. Bei einer diagnostizierten psychischen Erkrankung, nach einem schweren Trauma oder während einer laufenden Psychotherapie ist wingwave®-Coaching nicht der richtige Weg – oder nur in Absprache mit deiner Behandlerin oder deinem Behandler. Wenn sich im Vorgespräch zeigt, dass dein Thema dort hingehört, sage ich dir das.

So arbeite ich damit

Der Ablauf

1. Thema und Fokus klären

Wir grenzen ein, worum es geht. Nicht „mein Selbstwert", sondern eine konkrete Situation. Je schärfer der Fokus, desto klarer das Ergebnis.

2. Den Muskeltest einrichten

Du bildest mit Daumen und Zeigefinger einen Ring, ich versuche ihn sanft zu öffnen. Der Test reagiert darauf, ob ein Gedanke bei dir Stress auslöst oder nicht. Wir richten ihn gemeinsam ein und prüfen ihn an einem Satz, von dem wir beide wissen, dass er stimmt.

3. Den belastenden Satz finden

Wir suchen den Satz, der zu deinem Thema gehört und der im Test schwach ausfällt. Oft ist es nicht der, den du erwartet hättest. Dazu bestimmen wir den positiven Gegensatz – den Satz, der am Ende stimmen soll.

4. Skalieren

Du gibst an, wie stark dich das Thema gerade berührt, auf einer Skala von minus zehn bis plus zehn. Dazu ein kurzer Durchgang durch den Körper: Wo spürst du es? Das ist der Messpunkt, an dem wir am Ende vergleichen.

5. Die Intervention – das Winken

Du denkst an die Situation, während deine Augen einer Handbewegung folgen, die ich vor deinem Gesicht führe. In Wellen, ein paar Sekunden lang, dann eine Pause und die Frage, was sich verändert hat. Das wiederholt sich, bis sich nichts mehr bewegt.

6. Nachtesten und verankern

Wir testen dieselben Sätze noch einmal und skalieren erneut. Am Ende steht ein Satz, der vorher schwach war und jetzt trägt. Den verankern wir – damit er nicht nur im Praxisraum gilt.

Eine Sitzung dauert bei mir 90 Minuten. Für viele Themen reicht das.

Drei Wege, dasselbe zu tun

Die Augenbewegung ist der bekannteste Weg, aber nicht der einzige. Was zählt, ist der Wechsel zwischen links und rechts:

  • Winken. Deine Augen folgen meiner Hand. Der klassische Weg und meist der schnellste.
  • Töne. Über Kopfhörer, abwechselnd links und rechts. Gut, wenn du die Augen lieber schließt oder das Winken dich irritiert.
  • Sanftes Klopfen. Abwechselnd links und rechts. Ruhiger, oft angenehmer für Menschen, denen visuelle Reize zu viel sind.

Für zu Hause gibt es die Schmetterlingsvariante: Du legst die Arme über Kreuz auf die Schultern und klopfst abwechselnd. Das ersetzt keine Sitzung, hilft aber in Momenten, in denen niemand da ist.

Was der Muskeltest ist – und was nicht

Der Muskeltest ist der Teil der Methode, der von außen am merkwürdigsten aussieht, und der am häufigsten missverstanden wird. Deshalb hier klar:

  • Er ist ein Stress-Indikator. Er zeigt, ob ein Gedanke bei dir gerade Anspannung auslöst.
  • Er ist kein Wahrheitsdetektor. Er sagt nicht, ob eine Aussage stimmt.
  • Er ist keine Diagnose. Er sagt nichts über deine Gesundheit.
  • Er ist kein Orakel. Er beantwortet keine Fragen über die Zukunft oder über andere Menschen.

Wenn du bei diesem Teil skeptisch bist: gut. Skepsis stört die Arbeit nicht. Du darfst den Test die ganze Zeit über in Frage stellen – der Vergleich vor und nach der Intervention funktioniert trotzdem, weil du selbst skalierst.

Was sich verändern kann

Die Erinnerung verschwindet nicht. Das ist auch nicht das Ziel.

  • Der Gedanke bleibt – aber er löst nichts mehr aus.
  • Du kannst über die Situation sprechen, ohne dass dein Körper mitreagiert.
  • Ein Satz, der dich jahrelang ausgebremst hat, verliert sein Gewicht.
  • Ein Zustand, den du bisher nur zufällig hattest, wird abrufbar.
  • Häufig genügen ein bis drei Sitzungen für ein klar umrissenes Thema.

Was ich dir nicht verspreche

wingwave® ist Coaching, keine Heilbehandlung. Ich stelle keine Diagnosen und behandle keine Erkrankungen. Zur Wirksamkeit gibt es Untersuchungen – unter anderem eine Diplomarbeit an der Universität Hamburg zu Prüfungsangst und Lampenfieber sowie sportpsychologische Studien zu Sprung- und Wurfkraft. Das sind ernstzunehmende Hinweise, aber keine klinischen Wirksamkeitsnachweise, und so sollte man sie auch nicht darstellen. Und wie bei jeder Methode: Sie wirkt nicht bei jedem Menschen und nicht bei jedem Thema gleich.

Meine Erfahrung damit

Was mich an dieser Methode überzeugt hat, war ausgerechnet ihre Nüchternheit. Es gibt einen klaren Ablauf, einen Messpunkt vorher und einen nachher, und man sieht ziemlich schnell, ob sich etwas bewegt hat oder nicht. Aus 20 Jahren als Unternehmer bin ich es gewohnt, dass Dinge überprüfbar sein sollten. wingwave® ist die Methode in meinem Werkzeugkasten, bei der das am ehesten zutrifft.

Was gut zusammenpasst

wingwave® arbeitet punktgenau an einer aufgeladenen Stelle. Die Frage, warum diese Stelle entstanden ist, beantwortet es nicht.

Häufige Fragen

Was ist wingwave®-Coaching genau?

Eine Kurzzeit-Coaching-Methode aus drei Bausteinen: geführte Augenbewegungen zur beidseitigen Anregung der Gehirnhälften, Werkzeuge aus dem NLP und ein Muskeltest, mit dem sich der Fokus finden und das Ergebnis überprüfen lässt. Entwickelt wurde sie von Cora Besser-Siegmund und Harry Siegmund in Hamburg. Den Begriff dürfen nur akkreditierte Coaches führen.

Was hat wingwave® mit EMDR zu tun?

Die Augenbewegungen stammen aus derselben Beobachtung: Im Schlaf verarbeitet das Gehirn Erlebtes während der Traumphasen, begleitet von schnellen Augenbewegungen. EMDR nutzt das in der Traumatherapie, wingwave® überträgt das Prinzip auf Coaching. Der Unterschied ist wesentlich: EMDR ist ein psychotherapeutisches Verfahren und gehört in klinische Hände. wingwave® ist Coaching und arbeitet an Alltagsthemen, Leistungssituationen und Belastungen unterhalb der klinischen Schwelle.

Wie läuft eine Sitzung bei dir ab?

Wir klären das Thema, richten den Muskeltest ein, finden den belastenden Satz, skalieren und arbeiten dann mit den Augenbewegungen. Am Ende testen und skalieren wir erneut. Eine Sitzung dauert 90 Minuten. Du bleibst die ganze Zeit wach und ansprechbar – anders als bei Hypnose gibst du die Kontrolle zu keinem Zeitpunkt ab.

Wie viele Termine brauche ich?

wingwave® ist als Kurzzeit-Methode angelegt. Für ein klar umrissenes Thema reichen oft ein bis drei Sitzungen. Wenn nach der ersten Sitzung nichts in Bewegung gekommen ist, sage ich dir das und wir überlegen, ob eine andere Methode besser passt. Ich arbeite nicht mit Paketen.

Für wen ist wingwave® nicht geeignet?

Bei einer diagnostizierten psychischen Erkrankung, nach einem schweren Trauma, während einer laufenden Psychotherapie oder bei akuten Belastungen gehört die Arbeit in fachliche Hände, nicht ins Coaching. Auch bei Augenerkrankungen oder wenn dir schnelle Augenbewegungen unangenehm sind, sprich mich an – dann arbeiten wir mit Tönen oder Klopfen statt mit dem Winken.

Deine Sternstunde

90 Minuten, in denen wir eine erste Herausforderung bearbeiten. Davor führen wir ein kostenloses, unverbindliches Gespräch.

Dein Weg, dein Tempo, deine Entscheidung.

Lass uns kennenlernen

Verstehen allein verändert nichts. Ich gehe mit dir an den Ursprung – und in die Umsetzung.

wingwave® ist eine eingetragene Marke des Besser-Siegmund-Instituts, Hamburg.