Energetische Arbeit in Kempten (Allgäu)

Die Ebene, auf der ich arbeite, wenn Reden nicht weiterführt – und der Grund, warum meine Praxis heißt, wie sie heißt.

Energetische Arbeit ist bei mir kein eigenes Verfahren mit Gründer und Lehrbuch, sondern die Wahrnehmungsebene, auf der ich arbeite: was ein Thema im Körper, im Raum und in der Stimmung macht. Verwandte Formen gibt es weltweit – Reiki in Japan, Qigong in China, Therapeutic Touch in der amerikanischen Pflege seit den 1970er-Jahren. In Kempten (Allgäu) setze ich sie als Coaching ein, nicht als Behandlung.

Wann das passt

Es gibt Gespräche, in denen alles gesagt ist und trotzdem nichts stimmt. Die Worte passen, die Erklärung ist schlüssig, und im Raum liegt etwas anderes. Genau an dieser Stelle setzt energetische Arbeit an – nicht als Ersatz für das Gespräch, sondern als zweite Spur daneben.

Zu mir kommen Menschen, bei denen von außen alles funktioniert. Beruf, Familie, Zahlen – nichts davon ist das Problem. Und trotzdem ist da eine Enge, die sie nicht benennen können, weil ihr nichts fehlt außer einem Namen.

Andere spüren einen Zusammenhang zwischen ihrem Zustand und ihrer Umgebung, ohne ihn erklären zu können. Ein Raum, in dem sie nie zur Ruhe kommen. Ein Mensch, in dessen Nähe ihnen jedes Mal die Luft ausgeht. Eine Situation, die sie schon körperlich spüren, bevor sie beginnt.

Wieder andere haben eine lange Reihe von Gesprächen hinter sich und merken, dass Reden bei ihnen an eine Grenze stößt. Sie können ihre Geschichte inzwischen auswendig. Verändert hat das nichts, und sie suchen einen anderen Zugang.

Und manche kommen ohne Anliegen. Sie wollen wissen, was das ist. Auch das ist ein legitimer Anlass – und ehrlicher als ein konstruiertes Problem.

Wofür energetische Arbeit bei mir nicht da ist: für Erkrankungen, Schmerzen und Beschwerden. Ich bin Coach, kein Arzt, Heilpraktiker oder Psychotherapeut. Ich stelle nichts fest, ich behandle nichts, und ich halte niemanden davon ab, zum Arzt zu gehen. Wenn dein Anliegen dorthin gehört, sage ich dir das.

So arbeite ich damit

Energetische Arbeit ist bei mir kein separates Ritual mit eigenem Beginn und Ende. Sie läuft mit.

1. Ankommen. Wir setzen uns, du erzählst, ich höre zu. Schon hier achte ich auf mehr als auf den Inhalt: auf Tempo, auf Atem, auf die Stellen, an denen ein Satz kippt oder abbricht.

2. Das Thema benennen. Ein Satz, in deinen Worten. Was du willst, und was gerade stattdessen da ist. Auch hier gilt: Je genauer, desto besser.

3. Wahrnehmen. Ich frage dich, wo du das Thema im Körper spürst und was es dort tut – eng, schwer, heiß, taub. Und ich sage dir, was ich meinerseits wahrnehme. Nicht als Befund, sondern als Angebot: „Bei mir kommt an, dass hier etwas nach unten zieht. Passt das zu dir?“ Wenn es nicht passt, ist es falsch, und wir lassen es.

4. Arbeiten. Was dann folgt, hängt vom Thema ab. Manchmal genügt es, an einer Stelle zu bleiben und sie auszuhalten, bis sie sich verändert. Manchmal arbeite ich mit Berührung, wenn du das möchtest, meist an Schultern, Rücken oder Händen. Manchmal wird daraus eine Aufstellung mit Figuren, manchmal eine Reiki-Sequenz, manchmal einfach Stille.

5. Nachspüren. Am Ende bekommst du Zeit, ohne dass wir reden. Das ist kein Beiwerk, sondern der Teil, in dem sich sortiert, was passiert ist.

6. Zurück in den Alltag. Wir besprechen, was du mitnimmst und worauf du in den nächsten Tagen achtest. Ohne diesen Schritt bleibt es ein schönes Erlebnis, und das ist mir zu wenig.

Was ich mit „Energie“ meine – und was nicht

Ich benutze das Wort, weil es sich eingebürgert hat und weil die Menschen, mit denen ich arbeite, sofort verstehen, was gemeint ist. Ich benutze es nicht als physikalische Aussage.

Es gibt keinen Nachweis für ein messbares menschliches Energiefeld. Der bekannteste Versuch, die Wahrnehmung eines solchen Feldes zu prüfen, wurde 1998 im Fachjournal der amerikanischen Ärztevereinigung veröffentlicht: Erfahrene Praktikerinnen sollten unter Sichtschutz sagen, über welcher ihrer Hände sich eine fremde Hand befand. Sie lagen bei 44 Prozent – schlechter als der Zufall. Wer diesen Befund kennt und trotzdem behauptet, er messe etwas, ist unredlich.

Was ich dir stattdessen sage: Ich nehme etwas wahr. Diese Wahrnehmung ist meine, sie kann falsch sein, und deshalb frage ich dich jedes Mal, ob sie zu dir passt. Der Nutzen entsteht nicht dadurch, dass ich recht habe, sondern dadurch, dass wir zusammen etwas anschauen, wofür sonst niemand Zeit hat.

Warum diese Arbeit bei mir nie allein steht

Energetische Arbeit ist der Zugang, nicht das Ziel. Was sich zeigt, wird anschließend mit etwas Handfestem weiterbearbeitet: mit einer Aufstellung, mit Zielarbeit, mit einem Gespräch, in dem wir Konsequenzen sortieren. Sonst bleibt ein Gefühl im Raum und im Alltag ändert sich nichts.

Das ist auch der Grund, warum du auf dieser Website so viele Methoden findest. Nicht weil viel besser ist als wenig, sondern weil das Wahrnehmen ohne das Umsetzen folgenlos bleibt.

Was sich verändern kann

Am häufigsten berichten Menschen mir von zwei Dingen. Erstens von Ruhe – nicht Müdigkeit, sondern ein Nachlassen der inneren Betriebsamkeit, das oft ein paar Tage anhält. Zweitens davon, dass sie etwas benennen können, das vorher nur als diffuses Unbehagen da war. Ein Name verändert noch nichts, macht aber alles Weitere möglich.

Manche merken auch gar nichts. Das kommt vor, und es ist kein Zeichen für irgendetwas.

Was ich dir nicht verspreche

Ich verspreche dir keine Wirkung. Zu energetischen Verfahren gibt es inzwischen mehrere hundert Studien weltweit – eine Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2025 hat 353 davon zusammengetragen. Das klingt nach viel und ist es nicht: Die Arbeiten sind methodisch so uneinheitlich, dass sie sich kaum vergleichen lassen, ein großer Teil kommt aus dem Umfeld der Anbieter selbst, und ein belastbarer Wirksamkeitsnachweis existiert nicht. Ich stütze mich nicht darauf und du solltest es auch nicht.

Ich verspreche dir auch keine Diagnose und keine Aussage über deinen Körper. Wenn dir jemand nach zwanzig Minuten sagt, wo deine Blockade sitzt und woher sie kommt, ist Vorsicht angebracht – bei mir und bei allen anderen.

Und ich verspreche dir keine Anzahl von Terminen. Ich arbeite nicht mit Paketen. Wenn ich den Eindruck habe, dass diese Arbeit bei dir nicht greift, sage ich dir das, statt einen vierten Termin anzuhängen.

Meine Erfahrung damit

Energetische Arbeit ist der rote Faden durch alles, was ich gelernt habe. Sie steckt in der Reiki-Ausbildung, im Zen, in der schamanischen Arbeit und in der Art, wie ich eine Aufstellung begleite. Sie ist der Grund, warum meine Praxis nicht „Praxis für Coaching“ heißt.

In über tausend Coachingstunden und über zwanzig Jahren eigener Auseinandersetzung habe ich vor allem eines gelernt: dass die Wahrnehmung besser wird, wenn man aufhört, sie beweisen zu wollen. Vorher war ich zwanzig Jahre lang Unternehmer, und dieser Teil von mir ist nicht verschwunden – er sorgt dafür, dass ich am Ende jeder Sitzung wissen will, was daraus im Alltag folgt.

Meine Qualifikationen findest du gesammelt unter Ausbildungen.

Was gut zusammenpasst

Häufige Fragen

Was ist energetische Arbeit genau?

Energetische Arbeit bedeutet, dass wir nicht nur über ein Thema sprechen, sondern auch damit arbeiten, wie es sich anfühlt – im Körper, in der Stimmung, im Raum zwischen uns. Es ist kein einheitliches Verfahren mit Gründer und Lehrbuch, sondern eine Wahrnehmungsebene, die in vielen Traditionen vorkommt: in Reiki, im Qigong, in der schamanischen Arbeit. Bei mir ist sie der Zugang und nicht das ganze Coaching.

Wie läuft eine Sitzung bei dir ab?

Wir sprechen zuerst über dein Thema und benennen es in einem Satz. Dann schauen wir, wo und wie du es spürst, und ich sage dir, was ich wahrnehme – als Angebot, das du bestätigen oder verwerfen kannst. Danach arbeiten wir mit dem, was sich zeigt: mit Stille, mit Berührung, wenn du das möchtest, oder mit einer der anderen Methoden. Am Ende bekommst du Zeit zum Nachspüren, und wir besprechen, was du in den Alltag mitnimmst.

Wie viele Termine brauche ich?

Das hängt vom Thema ab, und ich lege dich auf keine Zahl fest. Manches klärt sich in einer Sitzung, anderes braucht eine Begleitung über Wochen. Ich arbeite nicht mit Paketen, und wir entscheiden nach jeder Sitzung neu.

Für wen ist energetische Arbeit nicht geeignet?

Für dich, wenn du einen Beweis brauchst – den gibt es nicht, und ich werde dir keinen liefern. Für dich, wenn du eine Aussage über deine Gesundheit suchst; die gebe ich nicht. Und nicht bei allem, was ärztlich oder psychotherapeutisch abgeklärt gehört: Wenn du eine akute Erkrankung hast, in Behandlung bist oder ein Implantat trägst, sprich mich vorher an. Berührung ist immer freiwillig; wenn sie für dich nicht in Frage kommt, arbeiten wir ohne.

Ist das Geistheilung?

Nein. Der Unterschied liegt nicht in der Technik, sondern im Anspruch. Geistheilung will heilen; ich arbeite an Klarheit, an Mustern und an Entscheidungen. Ich stelle nichts fest, ich behandle nichts, und ich sage dir nicht, was dir fehlt. Das Bundesverfassungsgericht hat 2004 entschieden, dass für Handauflegen und ähnliche Praktiken keine Heilpraktikererlaubnis nötig ist – gerade weil sie keine Heilkunde sind. Genau in diesem Rahmen arbeite ich, und ich verlasse ihn nicht.

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