Matrix- und Zweipunkt-Methode in Kempten (Allgäu)
Kurz, körperorientiert – und ohne Erklärung über Quantenphysik.
Die Matrix- oder Zweipunkt-Methode ist eine kurze, körperorientierte Arbeit im Coaching. Du benennst ein Thema, ich lege je einen Finger an zwei Stellen deines Körpers und halte den Kontakt einen Moment lang. Bekannt gemacht haben das Verfahren die amerikanischen Chiropraktiker Richard Bartlett und Frank Kinslow ab Ende der 1990er-Jahre. In meiner Praxis in Kempten (Allgäu) nutze ich es für Themen, die sich durch Nachdenken nicht auflösen lassen.
Wann das passt
Diese Methode ist die kürzeste in meinem Werkzeugkasten. Sie braucht kein langes Gespräch, keine Vorgeschichte und keine Analyse. Manchmal ist genau das der Punkt.
- Du hast dein Thema schon oft besprochen und willst es nicht noch einmal erzählen.
- Etwas Kleines hat sich festgefahren – eine Anspannung, eine Blockade vor einer bestimmten Situation.
- Reden fällt dir generell schwer, und du merkst, dass du bei Gesprächsformaten schnell dichtmachst.
- Innerhalb einer längeren Sitzung braucht es einen kurzen Zwischenschritt, um etwas in Bewegung zu bringen.
- Du willst spüren statt verstehen – zumindest für die nächsten zehn Minuten.
Ich setze die Methode selten allein ein. Meist ist sie ein Baustein von zehn bis fünfzehn Minuten innerhalb einer größeren Sitzung. Als eigenständiger Termin funktioniert sie ebenfalls, dann meist als Serie kurzer Einheiten.
Wo sie nicht hingehört
Bei körperlichen oder psychischen Beschwerden gehört die Abklärung zur Ärztin, zum Arzt oder zum Heilpraktiker. Ich stelle keine Diagnose, behandle keine Erkrankung und rate niemandem, eine laufende Behandlung zu verändern. Wenn du dir von dieser Methode die Lösung eines gesundheitlichen Problems erhoffst, sage ich dir das im Vorgespräch offen.
So arbeite ich damit
Der Ablauf
1. Das Thema in einem Satz
Kein langes Erzählen. Ein Satz reicht, manchmal ein Wort. Es geht nicht darum, dass ich dein Thema verstehe, sondern darum, dass du selbst darauf gerichtet bist.
2. Zwei Punkte finden
Ich taste mit leichtem Kontakt eine erste Stelle ab, oft am Rücken, an der Schulter oder am Arm – und dann eine zweite. Welche Stellen es sind, ergibt sich beim Suchen. Falls dir Berührung unangenehm ist, arbeite ich mit ein paar Zentimetern Abstand; das funktioniert genauso.
3. Kontakt halten und warten
Beide Punkte bleiben ein paar Sekunden bis zu einer Minute verbunden. Für dich passiert währenddessen scheinbar nichts. Du stehst oder sitzt einfach da. Genau diese Leere ist der Teil, den viele als ungewohnt empfinden – wir sind darauf trainiert, dass etwas passieren muss.
4. Nachspüren
Ich löse den Kontakt und frage: Was ist jetzt anders? Nicht besser, nicht gelöst – einfach anders. Oft ist die Antwort unspektakulär, und das ist in Ordnung.
5. Wiederholen oder abschließen
Meist zwei bis vier Durchgänge. Wenn sich nach dem dritten nichts bewegt hat, hören wir auf und arbeiten anders weiter. Ich mache nicht so lange, bis sich etwas einstellen muss.
Als eigenständiger Termin dauert eine Sitzung 45 bis 60 Minuten. Als Baustein innerhalb einer anderen Sitzung zehn bis fünfzehn.
Warum ich das nicht mit Quantenphysik erkläre
Diese Methode wird fast überall über Quantenphysik begründet. Von Feldern ist die Rede, von Schwingung, von der Beobachtung, die den Zustand verändert. Das klingt nach Wissenschaft und ist keine.
Quantenphysik beschreibt das Verhalten sehr kleiner Teilchen. Sie lässt sich nicht auf den menschlichen Körper, auf Gefühle oder auf Lebensthemen übertragen. Wer das trotzdem tut, benutzt Fachbegriffe als Dekoration. Ich mache das nicht – weder in der Sitzung noch auf dieser Seite.
Was ich dir stattdessen sagen kann: Ich weiß nicht, warum diese Methode bei manchen Menschen etwas auslöst. Ich kann beschreiben, was ich tue, was Menschen mir danach berichten und wie oft es nichts bringt. Mehr behaupte ich nicht.
Meine ehrliche Vermutung, ohne Anspruch auf mehr: Es liegt an der Kombination aus ruhiger Berührung, ungeteilter Aufmerksamkeit und einer Minute, in der du nichts leisten musst. Das ist weniger spektakulär als ein Quantenfeld. Es ist aber im Alltag der meisten Menschen selten genug, um etwas zu verändern.
Zum Begriff Quantenheilung
Im deutschsprachigen Raum wird diese Methode oft als Quantenheilung angeboten. Ich verwende den Begriff bewusst nicht. Erstens steckt das Wort Heilung darin, und ich heile nichts – ich begleite. Zweitens wird der Begriff mit Versprechen aufgeladen, die niemand einlösen kann. Wenn du über die Suche nach Quantenheilung hier gelandet bist, weißt du jetzt, warum das Wort auf dieser Seite nicht auftaucht.
Was sich verändern kann
Was Menschen mir nach einem Durchgang berichten:
- Wärme oder Kribbeln an den berührten Stellen oder ganz woanders.
- Ein leichtes Schwanken oder das Gefühl, kurz den Boden zu verlieren.
- Plötzliche Müdigkeit oder umgekehrt Wachheit.
- Ein Lachen, das von selbst kommt und nicht recht zum Thema passt.
- Das Thema fühlt sich hinterher kleiner an, ohne dass sich etwas geklärt hätte.
- Und häufig: gar nichts.
Was ich dir nicht verspreche
Für diese Methode gibt es keine belastbaren Wirksamkeitsnachweise. Es gibt keine kontrollierten Studien, und die kritische Einordnung in Fachkreisen fällt deutlich aus – sie gilt dort als nicht wissenschaftlich begründet. Das gehört auf diese Seite, weil du es sonst woanders liest.
Warum ich trotzdem damit arbeite: weil ich in über tausend Coachingstunden gesehen habe, dass sie bei manchen Menschen etwas in Bewegung bringt, wo Reden nicht weiterkam. Das ist eine Erfahrung, kein Beweis. Du darfst das entsprechend gewichten. Und wenn nach zwei, drei Durchgängen nichts passiert, sage ich dir das, statt es dir schönzureden.
Meine Erfahrung damit
Ehrlich gesagt war ich anfangs der Letzte, der so etwas ernst genommen hätte. Als Unternehmer habe ich zwanzig Jahre lang Dinge danach beurteilt, ob sie sich belegen lassen. Diese Methode lässt sich nicht belegen. Ich habe sie trotzdem behalten, weil ich zu oft erlebt habe, dass danach etwas anders war – bei Menschen, die mir vorher gesagt hatten, sie hätten schon alles probiert. Damit lebe ich: eine Methode im Werkzeugkasten, die ich nicht erklären kann und deshalb auch nicht erkläre.
Was gut zusammenpasst
Die Zweipunkt-Arbeit ist kurz und öffnet etwas. Was sich dabei zeigt, braucht oft einen zweiten Schritt.
Häufige Fragen
Was ist die Zweipunkt-Methode genau?
Eine kurze, körperorientierte Arbeit: Du benennst ein Thema, zwei Stellen deines Körpers werden mit leichtem Kontakt verbunden und einen Moment gehalten. Bekannt gemacht wurde sie ab Ende der 1990er-Jahre von den amerikanischen Chiropraktikern Richard Bartlett und Frank Kinslow, die daraus jeweils eigene Systeme entwickelt haben. Im deutschsprachigen Raum kursiert sie unter vielen Namen.
Ist das dasselbe wie Quantenheilung?
Gemeint ist meist dasselbe Vorgehen. Ich verwende den Begriff nicht, weil er zwei Dinge behauptet, die ich nicht behaupten kann: eine Verbindung zur Quantenphysik, die fachlich nicht trägt, und eine Heilwirkung, die ich weder verspreche noch erbringe. Ich arbeite coachend, nicht heilend.
Wie läuft eine Sitzung bei dir ab?
Du sitzt oder stehst bekleidet. Wir klären dein Thema in ein bis zwei Sätzen, dann suche ich zwei Punkte, halte den Kontakt und löse ihn wieder. Danach frage ich, was anders ist. Zwei bis vier Durchgänge. Als eigener Termin 45 bis 60 Minuten, als Baustein zehn bis fünfzehn.
Wie viele Termine brauche ich?
Wenn nach der ersten Sitzung gar nichts passiert ist, macht eine zweite meist wenig Sinn – dann passt eine andere Methode besser. Wenn sich etwas bewegt hat, entscheidest du in Ruhe. Ich arbeite nicht mit Paketen.
Für wen ist diese Methode nicht geeignet?
Für alle, die eine Behandlung suchen – das ist Sache von Ärztinnen, Ärzten und Heilpraktikern. Für Menschen, die eine nachvollziehbare Erklärung brauchen, um sich einlassen zu können: Die kann ich hier nicht liefern, und dann arbeiten wir besser mit wingwave® oder Aufstellungsarbeit. Und wenn dir Berührung unangenehm ist, sag es – wir arbeiten dann mit Abstand oder wählen etwas anderes.
Deine Sternstunde
90 Minuten, in denen wir eine erste Herausforderung bearbeiten. Davor führen wir ein kostenloses, unverbindliches Gespräch.
Dein Weg, dein Tempo, deine Entscheidung.
✦ Lass uns kennenlernenVerstehen allein verändert nichts. Ich gehe mit dir an den Ursprung – und in die Umsetzung.
