Blockaden lösen, Klarheit gewinnen: Was systemische Arbeit für dich tun kann
Kennst du das Gefühl, an einem Punkt einfach nicht mehr weiterzukommen, obwohl du schon so vieles versucht hast? Manchmal liegt die Antwort nicht in noch mehr Anstrengung, sondern in einem Blick auf die Systeme, in denen du dich bewegst – deine Familie, deine Beziehungen, dein eigenes Innenleben. Genau darüber habe ich mit meinem Gast Markus Möslang gesprochen, und ich nehme dich heute mit in dieses spannende Gespräch.
Was sind Systeme eigentlich?
Systeme finden sich überall, angefangen bei uns selbst. Unser Geist, unsere kognitive Welt, baut sich ständig Muster und Strukturen, um durchs Leben zu kommen – unser eigentliches Wesen, unsere Seele, bräuchte das eigentlich gar nicht, sie darf einfach sein. Der Ursprung vieler dieser Muster liegt in unseren Familien: Wir bauen Familienkonstrukte, tragen Prägungen aus mehreren Generationen in uns, oft ohne es zu merken. Und darüber hinaus gibt es noch größere Systeme, gesellschaftliche Strukturen und Paradigmen, die uns als Menschen beeinflussen.
Mein Gast: Markus Möslang
Markus ist Heilpraktiker für Psychotherapie und Trainer mit dem Schwerpunkt Persönlichkeitsentwicklung, Kommunikation und Selbstmanagement. Nach über 20 Jahren als Führungskraft hat er seine Leidenschaft für die humanistische Psychotherapie entdeckt und 2014 seine eigene Praxis hier im Allgäu gegründet. Dort begleitet er Menschen mit systemischem Coaching, psychologischer Beratung und Kommunikationstraining – immer mit dem Fokus auf echte Praxisnähe, nicht nur Theorie.
Energetisches Arbeiten: Was wirklich zählt
Für Markus ist das Besondere an der systemischen Arbeit vor allem eines: Es ist im Grunde energetisches Arbeiten. Wenn man einen Schritt zurücktritt und beobachtet, wie man sich selbst in seinen Systemen bewegt, was einen bewegt, dann landet man sehr schnell auf einer energetischen Ebene.
Wir Menschen sind Beziehungswesen. Jeder kennt das Gefühl, wenn es mit jemandem sofort passt, es „funkt“ – und genauso das Gegenteil, wenn jemand den Raum betritt und man innerlich zusammenzuckt. Diese Energien begleiten uns in all unseren Systemen, in Familie, Freundeskreis und überall dort, wo Menschen aufeinandertreffen. Dieses Spüren, dieses bewusste Wahrnehmen zu lernen, bringt enorm viel Klarheit. Wie unterschiedlich wir dabei dieselbe Situation erleben, beschreibe ich auch im Artikel Meine Welt, deine Welt.
Rausnehmen: Ein bewusster Schritt zur Seite
Wenn dir Klarheit oder Orientierung fehlt, wenn du irgendwo anstößt, hilft es oft, bewusst einen Stopp einzulegen und sogar die Örtlichkeit zu wechseln. Genau das bietet Markus in seiner Praxis: einen Raum, in dem sich Menschen erst einmal von ihrem Alltag abkoppeln können. Von dort aus arbeitet er mit verschiedenen Methoden daran, das Innenleben nach außen zu tragen – die Aufstellungsarbeit ist dabei besonders hilfreich, egal ob im Einzelgespräch oder in der Gruppe.
Im Einzelsetting arbeitet Markus gerne mit sogenannten Bodenankern: Die Klienten sehen ihr Innenleben plötzlich vor sich auf dem Boden liegen. Das klingt zunächst ungewöhnlich, schafft aber genau diese Klarheit, die vorher gefehlt hat.
Woher Muster wirklich kommen
Ein Thema, das Markus aktuell besonders häufig begegnet, ist fehlendes Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl – oft mit einem Ursprung, der weit zurückreicht. Wir sind alle von unseren Familien geprägt und tragen Muster mehrerer Generationen in uns, ohne dass uns das bewusst ist. Deshalb verhalten wir uns manchmal auf eine Weise, die wir selbst nicht ganz verstehen, und rennen immer wieder gegen dieselbe Wand. Wie sich solche Muster lösen lassen, liest du auch im Artikel über emotionale Blockaden.
Ein Praxisbeispiel
Markus erzählte von einem Klienten, der beruflich sehr erfolgreich war, an einem bestimmten Punkt aber einfach nicht mehr weiterkam. Erst als sie gemeinsam mehrere Generationen zurückgingen, zeigte sich: Bei den Großeltern gab es ein prägendes Ereignis, aus dem über Generationen eine Art innere Habachtstellung weitergegeben wurde – ein ständiges Gefühl von Alarmbereitschaft.
Wichtig dabei: In der Aufstellungsarbeit löst man die Vergangenheit nicht auf, man kann sie nicht ändern. Man erkennt sie an und integriert sie. Genau das geschah hier. Sobald dieses alte Muster bewusst wurde und der Klient es annehmen konnte, fiel gefühlt eine Last ab. Er gewann spürbar mehr Klarheit, konnte freier entscheiden, trat selbstbewusster auf und ging Gespräche und Verhandlungen mit einer ganz anderen inneren Ruhe an.
Vorurteile und Skepsis: Darf man das hinterfragen?
Natürlich gibt es Skepsis, und Markus kann das gut nachvollziehen – er war vor 24 Jahren, als er selbst diesen Weg begann, ebenfalls skeptisch. Deshalb steigt er mit seinen Klienten auch nie sofort in die systemische Arbeit ein, sondern holt sie dort ab, wo sie stehen, und geht Schritt für Schritt vor. Manche Dinge im Leben lassen sich eben nur durchs Erleben verstehen. Und es gibt auch Menschen, die einfach keinen Zugang dazu finden – auch das ist völlig in Ordnung, dann passt die Zusammenarbeit schlicht nicht, und das dürfen beide Seiten akzeptieren.
Besonders gut gefällt mir seine Betrachtung des Wortes „Vorurteil“: ein Urteil, das fällt, bevor überhaupt etwas erlebt wurde. Wie beim Essen – du kannst nicht sagen, dass dir etwas nicht schmeckt, wenn du es nie probiert hast. Die Frage ist nur, ob du bereit bist, es einmal auszuprobieren, um danach wirklich für dich entscheiden zu können, ob es etwas für dich ist.
Drei Tipps von Markus für deinen Alltag
Zum Abschluss hat Markus drei einfache Impulse mitgebracht. Erstens: Geh bewusst in die Wahrnehmung – frag dich einfach mal, wie es dir gerade wirklich geht. Das muss nichts Großes sein, ein kurzer bewusster Spaziergang, ein bewusstes Unterbrechen deines Alltagsmodus reicht oft schon. Zweitens: Schließe deinen Tag bewusst ab. Nimm dir ein schönes Buch oder ein Notizheft und lass den Tag kurz Revue passieren – was war gut, was war nicht so gut, was möchtest du morgen anders machen? Drittens: Wenn du diese Wahrnehmung übst, wirst du automatisch auch deine eigenen Systeme klarer erkennen – und spüren, wie sie gerade wirklich laufen.
Lass uns darüber sprechen
Wenn dich das Thema systemische Arbeit und Integration neugierig gemacht hat, lade ich dich herzlich zu einem kostenlosen und unverbindlichen Gespräch ein. Wenn es für uns beide stimmig ist, steht dir danach die Sternstunde offen – deine erste ausführliche Session. Energetisches Coaching in Kempten (Allgäu) beginnt genau dort, wo du Klarheit über deine eigenen Muster gewinnst.
Ich freue mich zutiefst auf unsere Begegnung. Dein Andreas.
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Dann lass uns sprechen. Das erste Gespräch ist kostenlos und unverbindlich – danach entscheidest du in Ruhe, ob deine Sternstunde der nächste Schritt ist.
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