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Was hilft, wenn gerade alles wackelt? Fünf Strategien für turbulente Zeiten

Wenn im Leben vieles gleichzeitig in Bewegung gerät, hilft nicht der große Plan, sondern ein verlässlicher Fixpunkt: ein Ritual, das du jeden Tag gleich durchführst. Aus meiner Arbeit in Kempten (Allgäu) sind das die fünf Werkzeuge, die am zuverlässigsten tragen – und sie wirken auch als Vorsorge, lange bevor es turbulent wird.

Warum helfen Rituale in unsicheren Zeiten?

Rituale helfen in unsicheren Zeiten, weil sie einen Fixpunkt schaffen, den niemand dir nehmen kann. Wenn im Außen vieles wegbricht, braucht dein System etwas Verlässliches. Das kann ein Morgenritual sein, kleine Rituale über den Tag verteilt oder ein Abendritual, mit dem du den Tag abschließt. Konkrete Anregungen findest du bei den Ritualen für Morgen, Tag und Abend.

Es muss nichts Großes sein. Fünf Minuten, die jeden Tag gleich ablaufen, geben dir mehr Halt als ein perfekter Plan, den du nach drei Tagen aufgibst. Das Spektrum ist riesig, und es gibt kein richtig oder falsch – wichtig ist nur, dass es zu dir passt und dass du es tatsächlich tust.

Ich erlebe in meiner Praxis regelmäßig, dass Menschen ihre Rituale als Erstes streichen, wenn es eng wird. Genau dann bräuchten sie sie am dringendsten. Der Grund ist nachvollziehbar: Ein Ritual fühlt sich nach Luxus an, wenn die Liste voll ist. Tatsächlich ist es das Gegenteil – es ist die Grundlage, auf der die Liste überhaupt abgearbeitet wird.

Geführte oder stille Meditation – womit fange ich an?

Fang mit einer geführten Meditation an und komm dann relativ zügig in die stille Meditation. Bei einer geführten Meditation bekommst du Input, damit etwas Bestimmtes geschieht. Bei einer stillen Meditation bist du in der Ruhe und bei dir.

Der Grund für diese Reihenfolge: In der Stille arbeitet dein System mit den Themen, die gerade anstehen. Dein Geist verarbeitet dort, was ohnehin dran ist – und genau das ist am Ende das Wichtige. Ob du morgens, unter Tags oder abends meditierst, ist dabei zweitrangig.

Rechne damit, dass die ersten Versuche unangenehm sind. In der Stille wird laut, was du tagsüber übertönst. Viele Menschen hören genau an diesem Punkt wieder auf und halten sich für ungeeignet. Sie sind es nicht – sie sind an der Stelle, an der es anfängt zu wirken.

Wie finde ich heraus, was mir wirklich entspricht?

Was dir entspricht, findest du über zwei Ebenen heraus. Auf der nüchternen Ebene lautet die Frage: Wo liegen deine Stärken und Fähigkeiten, worauf hast du wirklich Lust, was schenkt dir Energie? Organisiere dein Leben dann so, dass du möglichst viel aus dieser Kraft heraus tust.

Im energetischen Sinn geht es eine Ebene tiefer: Was fühlt sich wirklich nach dir an? Diese Antwort verändert sich stetig, es ist also ein Weg und kein Ergebnis.

Das klingt nach einem Luxusthema für ruhige Zeiten. Aus meiner Erfahrung ist das Gegenteil richtig: Wer weiß, was ihm entspricht, entscheidet schneller und verzettelt sich weniger.

Was bringt es, die eigenen Systeme anzuschauen?

Die eigenen Systeme anzuschauen bringt dir Zugang zu Informationen, an die dein Verstand nicht herankommt. Wir sind alle in Systeme eingebunden – Familie, Freundeskreis, Umfeld. Du kennst das vielleicht aus der Familienaufstellung, wo Eltern, Großeltern und Geschwister aufgestellt werden.

In der Aufstellungsarbeit wird der Kopf ausgehebelt, wie ich es immer nenne. Der Verstand hat dort nichts zu sagen, du hörst nur noch auf Herz und Bauch. Das Bauchgefühl meldet sich zunächst nur mit einem schlichten „Das fühlt sich komisch an“ – und von dort gehen wir in die Details.

Ich arbeite dafür im Einzelsetting mit Figuren und Bodenankern, in einer Session von zwei bis drei Stunden. Den genauen Ablauf beschreibe ich hier: Familienaufstellung in Kempten.

Woran erkenne ich, ob ein Coach zu mir passt?

Ob ein Coach zu dir passt, erkennst du an seinen Antworten auf drei Fragen: Wo kommt er her? Was hat er selbst durchgemacht? Wie viel Erfahrung bringt er mit?

Diese Fragen werden in der heutigen Coaching-Welt oft beiseitegelegt – jeder darf sich Coach nennen, die Bezeichnung ist nicht geschützt. Wer seriös arbeitet, beantwortet sie gerne und ohne Umschweife. Wenn jemand ausweicht, ist das bereits eine Antwort. Ausführlicher steht das in Woran du einen guten Coach erkennst.

Was du dabei suchst, ist nicht der beste Coach, sondern der passende. Das ist ein Unterschied.

Was bringen diese fünf Strategien nicht?

Diese fünf Strategien lösen keine akuten Krisen. Wenn du dich in einer psychischen Ausnahmesituation befindest, wenn Traumafolgen im Vordergrund stehen oder wenn du seit Wochen nicht mehr schläfst, dann brauchst du ärztliche oder psychotherapeutische Unterstützung – kein Morgenritual.

Ich sage das, weil in unsicheren Zeiten gern suggeriert wird, dass Selbstfürsorge alles auffängt. Das tut sie nicht. Sie trägt dich durch Unruhe, nicht durch jede Krise.

Und noch etwas: Setz nicht alles auf einmal um. Wenn du mit einer dieser fünf Sachen anfängst und dabei bleibst, hast du mehr getan als die meisten.

Deine Sternstunde

90 Minuten, in denen wir eine erste Herausforderung bearbeiten. Davor führen wir ein kostenloses, unverbindliches Gespräch. Was dich dort erwartet, steht bei der Sternstunde.

Finde dort heraus, ob ich der richtige Begleiter bin für das, was dich gerade emotional und seelisch beschäftigt.

Dein Weg, dein Tempo, deine Entscheidung.

Ich freue mich zutiefst auf unsere Begegnung. Dein Andreas.

Energetisches Coaching ist keine Heilbehandlung und ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Diagnostik und Behandlung.

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