← Zurück zu WissenswertesWissenswertes

Angstfrei entscheiden: Wie du aus der Fülle heraus wählst

Kennst du das Gefühl, vor einer wichtigen Entscheidung zu stehen und wie gelähmt zu sein? Rechts oder links, so oder anders – und je länger du darüber nachdenkst, desto unklarer wird es. Und frag mich bitte nicht, wie viele Fehlentscheidungen ich selbst aufgrund von Gedanken und Ängsten getroffen habe. In diesem Beitrag geht es darum, diese Ängste zu erkennen, sie zu transformieren und aus innerer Kraft heraus zu entscheiden.

Was Entscheidungsangst eigentlich ist

Entscheidungsangst ist die Furcht, eine falsche Entscheidung zu treffen – oder die Konsequenz nicht tragen zu wollen. Wir sind dabei oft im Kopf gefangen, getrieben von Versagensangst oder Verlustangst.

Diese Ängste sind nichts, wofür du persönlich etwas kannst. Es sind häufig Muster, die du übernommen hast: aus Systemen, aus deiner Familie, aus deiner Prägung. Es muss nicht immer eine Angst sein, die du selbst entwickelt hast.

Und ein Impuls dazu: Wenn du keine Entscheidung triffst, triffst du auch eine Entscheidung. Wenn du dich davor drückst, weil du nicht weißt, was richtig ist, dann wird sie trotzdem getroffen – nur eben nicht von dir.

Vier Wege, mit Angst umzugehen

Die Luftballontechnik. Wenn du merkst, dass die Angst hochkommt, nimm sie aus deinem System heraus und pack sie in einen Luftballon. Gib ihm eine Farbe und lass ihn fliegen. Schau ihm nach – dankbar. Nicht „das will ich nicht haben“, sondern annehmen und loslassen.

Aufmerksamkeit schenken. Ich vergleiche das gerne mit einem schreienden Kind. Es kommt und will gesehen werden, es möchte Aufmerksamkeit in genau diesem Moment. Mit der Angst ist es genauso. Wenn du sie wahrnimmst und beobachtest, verändert sie sich. In der Regel will sie dir etwas sagen oder dich vor etwas beschützen – sie ist meistens mit einem Schutz gekoppelt. Auch hinter dem Satz „Ich muss jetzt mutig sein“ steckt meistens eine Angst. Geh also in Kommunikation mit ihr. Frag: Was steckt dahinter? Du wirst eine Antwort aus dem Bauch bekommen.

Pro und Kontra. Ganz kognitiv: Schreib auf, was für und was gegen deine Sorge spricht. Auch das hilft, weil du diese Energie aus deinem System freigibst.

Die taoistische Technik. Was ich in meiner Arbeit sehr gerne nutze, ist eine taoistische Methode aus dem vierten Jahrhundert, bei der es um das Transformieren von Gefühlen geht. Du gibst dem Gefühl bewusst Raum und öffnest dein System dafür, dass es sein darf, wie es ist. Wie emotionale Blockaden entstehen und warum Verstehen allein sie nicht auflöst, habe ich an anderer Stelle beschrieben.

Wann Angst sinnvoll ist

Ein wichtiger Punkt: Wenn du einem Tiger begegnest, ist Angst großartig. Sie sorgt dafür, dass du auf den Baum kletterst.

Im Alltag ergibt sie oft keinen Sinn – aber eben nicht immer. Wenn du Angst vor einem bestimmten Schritt hast, schau dir diesen Schritt noch einmal genau an. Warum schreit dein System? Manchmal bewahrt dich die Angst vor etwas. Auch das darf gesehen werden.

Entscheiden aus der Fülle

Du kannst gedanklich einen Wechsel vollziehen. Du siehst die Angst, du siehst den Mangel – und du entscheidest dich bewusst dagegen: Nein, ich möchte jetzt nicht in der Angst sein, ich möchte in der Fülle sein.

Hier gibst du der Angst keinen Raum, sondern du legst etwas darüber. Du addierst ein gutes Gefühl. Und das funktioniert.

Genauso wichtig ist, auf dein Bauchgefühl zu hören und deiner Intuition den Raum zu geben, gehört und gefühlt zu werden. Wenn du eine Gegenprüfung möchtest, hol dir jemanden dazu, dem du vertraust.

Die Frage, die alles verändert

Ich durfte einmal meine Tochter bei einer Entscheidung begleiten. Sie hing in ihren Gedanken fest und hatte Angst, etwas zu verlieren. Sie machte sich Gedanken, ob sie sich das leisten kann. Es ging darum, weit wegzuziehen, und die Frage war: Kriege ich das hin?

Meine Frage an sie war schlicht: Was würdest du tun, wenn alles im Außen egal wäre? Wenn es wirklich nur um diese eine Sache geht – Tor eins, zwei oder drei?

Und du glaubst gar nicht: Innerhalb einer Sekunde sagte sie „Ja klar, dahin.“ Sobald du die Ängste und die Gedanken drumherum wegnimmst und nur noch die Kernentscheidung stehen lässt, meldet sich der Bauch sofort.

Die Entscheidung ist inzwischen zwei Jahre her. Sie ist glücklich damit, und es läuft.

Was du in deinen Alltag einbauen kannst

Der erste Punkt ist Achtsamkeit. Beobachte dich, reflektiere: Wann kommt die Angst hoch, wie verhält sie sich?

Der zweite Punkt sind Routinen. Je mehr Struktur dein Tag hat, desto weniger musst du nachdenken. Nimm dir fünfmal am Tag fünf Minuten Zeit für dich. Ruhe, Reflexion, kurz hineinspüren: Wie geht es mir gerade? Wo blockieren mich Ängste? Anregungen dazu findest du bei den Ritualen für Morgen, Tag und Abend.

Der dritte Punkt ist für mich ein großer Hebel: Such dir Unterstützung. Ich selbst habe zwei, drei Menschen in meinem Leben, die mich bei meinen Themen begleiten und mir eine objektive Sicht von außen geben. Denn subjektiv machen wir es uns gerne leichter, als es eigentlich wäre. Wir kommen an bestimmten Stellen einfach nicht an die Wurzel, an das Ur-Gefühl heran.

Angst ist ein völlig natürliches Gefühl. Nimm sie an, arbeite mit ihr und schau, wie sie dir dienen kann.

Lass uns darüber sprechen

Wenn dich Ängste vor Entscheidungen blockieren, lade ich dich herzlich zu meiner Sternstunde ein – dem kostenlosen Kennenlerngespräch für energetisches Coaching in Kempten (Allgäu).

Ich freue mich zutiefst auf unsere Begegnung. Dein Andreas.

Du möchtest das nicht nur lesen, sondern erleben?

Dann lass uns sprechen – und schauen, ob deine Sternstunde der nächste Schritt ist.

Lass uns kennenlernen

Kostenloses Gespräch · unverbindlich · du entscheidest in Ruhe

Meditation für 0 €: Wenn der Tag dich nicht loslässt

Rund 10 Minuten, die dein System klären und dir eine liebevolle Grenze geben – mit Workbook für deinen Alltag.

Ein Geschenk für dich